Liebe Kunden, Familien und Angehörige,

seit Anfang März begleiten uns nun Reglementierungen, Einschränkungen, Verbote und Gebote im Zusammenhang mit der Corona Pandemie in allen Lebensbereichen. Bis zur Einführung der ersten Lockerungen - wenngleich auch mit unbequemen und ungewohnten Vorschriften behaftet - gab es klare, verständliche und nachvollziehbare Regeln. Seit den ersten Lockerungen, seit dem politischen Wettlauf der Bundesländer und Politiker untereinander Anfang Mai, ist leider von klaren und vor allem nachvollziehbaren Regeln keine Spur mehr - wie man täglich allen Medien entnehmen kann.

Von Begin der Pandemie an halten wir Sie hier auf dem Laufenden, versuchen die wichtigsten Dinge im Zusammenhang mit einer Bestattung und Trauefeier für Sie verständlich aufzubereiten. Und auch, wenn uns das täglich schwerer fällt ob der teils widersprüchlichen und von Ort zu Ort sehr unterschiedlichen Regelungen, sehen Sie hier eine Übersicht der aktuellen (theoretischen) Möglichkeiten zur Gestaltung einer Bestattung und Trauerfeier nach der CoronaSchutzVerordnung NRW (Abweichungen, unterschiedliche Regelungen gibt es an nahezu jedem Ort, daher verzichten wir - der Übersicht halber - diese einzeln aufzuführen und geben Ihnen einen generellen Überblick der Möglichkeiten.)

 

Messen und Trauerfeiern

Messen und Trauerfeiern

Versammlungen zur Reliogionsausübung sind erlaubt unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln (siehe §3)
  • Mechernich: Gottesdienste können statt finden
  • Simmerath: Gottesdienste finden statt, können auch zur Bestattung gehalten werden
  • Monschau: momentan noch keine Messen
  • Nideggen: momentan noch keine Messen

Friedhöfe

Friedhöfe

Wie während der ganzen Zeit der Einschränkungen sind Bestattungen möglich. Ab dem 30.05.2020 nun grundsätzlich auch ohne jede Einschränkung der Personenzahl oder Abhängigkeit der verwandtschaftlichen Beziehung zueinander. Die zur Zeit allgemeingültigen Hygiene-, Verhaltens- und Abstandsregeln müssen auch auf den Friedhöfen eingehalten werden (§13, Absatz 5). Die Pflicht zur Mund- Nasenbedeckung besteht im Freien nicht, allerdings raten wir Ihnen, diese mitzubringen, damit sie bei Bedarf zur Verfügung steht.

Trauerhallen

Trauerhallen

Grundsätzlich können Trauerhallen, egal ob öffentlich oder privat, wieder genutzt werden - allerdings unter Einhaltung strenger Vorschriften (z.B. 10qm Fläche pro Trauergast). Zudem muss, wie auf den Friedhöfen, eine Rückverfolgbarkeit gewährleistet sein (§13, Absatz 5). Im ländlichen Umfeld macht die Nutzung der Hallen allein aufgrund Ihrer Größe wohl wenig Sinn. Die Nutzung öffentlicher Hallen liegt in der Entscheidungshoheit der jeweiligen Gemeinden. Diese müssen - als Friedhofsträger - auch ein entesprechendes Hygienekonzept vorhalten.

Trauerkaffee

Trauerkaffee

Grundsätzlich dürfen Gastwirte wieder Gäste in Ihren Restaurants bewirten. Dies gilt auch für die Ausrichtung eines Trauerkaffees. Dies auch umzusetzen bzw. anzubieten liegt im Entscheidungsbereich der Wirte und macht wohl frühestens ab der neuen Verordnung, ab dem 30.05.2020 Sinn, da hier der Personenkreis, der an einem Tisch gemeinsam bewirtet werden darf, auf 10 erhöht wird, unabhängig vom Verwandschaftsgrad oder der häuslichen Gemeinschaft (§1, Absatz 3, Satz 2). Natürlich muss jeder Restaurantbetreiber noch eine Fülle weiterer Vorschriften beachten, weshalb immer im Einzelfall angefragt und individuelle Details besprochen werden müssen.

Allgemeine Verhaltensregeln

Allgemeine Verhaltensregeln

  • Halten Sie Abstand zueinander - mind. 1,5m
  • Vermeiden Sie Berührungen - Kein Händeschütteln, keine Umarmungen oder sonstigen körperlichen Kontakte zum Gruß oder Abschied
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie Kontakt mit Händen an Mund, Augen und Nase
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder ein Taschentuch
  • Wenn Sie Krankheitssymptome bei sich feststellen, sehen Sie unbedingt von der Teilnahme ab

 

 Wir sind es gewohnt, Ihnen Wort wörtlich zur Seite zu stehen, scheuen auch keine Umarmung zum Trost. Dies ist leider nicht mehr geboten. So sind wir gezwungen – was wir im Grunde nicht unserem Beruf angemessen empfinden – Abstand zu wahren. Das bezieht sich aber ausschließlich auf unseren körperlich-menschlichen Umgang, wie wir alle Ihn bis zu Beginn der Pandemie gewohnt waren, nicht aber auf unsere empathisch-menschliche Nähe. Im Gegenteil, wir verstehen die aktuelle Situation als Herausforderung die wir gerne annehmen, mit Ihnen gemeinsam neue, andere Wege eines würdigen und „gemeinsamen“ Abschieds zu finden.


Zu Ihrem und unserem Schutz bitten wir Sie trotz allem, folgende Verhaltensregeln einzuhalten:

Drucken